Kühlung im PC

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Kühlung im PC?  Was iss'n das? Wohl kaum einer weiß, daß sein Rechner nur dank Kühlung funktioniert. Bestenfalls sieht er den kleinen Lüfter am Netzteil. Der darf, laut Gebrauchsanweisung (wenn vorhanden und erwähnt), nie verstellt oder zugedeckt werden. Aber was steckt dahinter? Ich will ein paar Hilfen geben. Allerdings ohne Anspruch auf Vollzähligkeit und ohne Garantie. Speziell Laptops werden hier nicht behandelt - sie haben eigene Maßnahmen.
Und um Details geht's es hier aus nicht. Dazu wird es eine gesonderte Seite geben. (Lexikon)



Eines vornweg: einen direkten Tip oder eine bestimmtes Gerät gibt es nicht. Alles ist Ansichtssache und auch Erfahrungssache. Vieles erkennt man erst später, manches zu spät (nach dem Kauf). Und eine gute Beratung ist selten geworden.


Wie kann ich feststellen, ob es etwas bringt? Ganz einfach: eine Temperaturfühler hinter den Netzteillüfter befestigen (bitte nicht die Gitter zukleben!) und die Anzeige über längere Arbeitszeit im Auge behalten. Die Werte merken (oder aufschreiben). Dann die Maßnahmen durchführen und die Werte zuletzt vergleichen. Tut sich nichts, hat die Maßnahme nicht gegriffen. Na und? Den PC hilft es. Denn es kommt auf die Temperatur der Bautteil an. Wer es also genau wissen will, muß den Temperaturfühler im PC platzieren. Auch verschiedene Meßprogramme (teils vom Mainboard-Hersteller oder vom Fremdanbieter) helfen. In modernen PCs sind Temperaturfühler bereits vorhanden - nur ist Win zu doof, sie auszulesen. Das Bios kann es fast immer. Und wenn es das kann, gibt es auch ein Programm unter Win, was das kann. Also - Versuch macht klug!

Ein Blick in die Beschreibung des Boards hilf auch oft. Oft liefert der Hersteller ein Programm gleich mit, welches die Wärme (meist die Lüfter) im PC steuert. Und es zeigt – unter Win – auch die Temperaturen an!

Da steht das gute Stück: sein es ein hochmodern MultiMediaPC oder eine bessere, schon angestaubte Computer-Schreibmaschine. Vieles haben sie gemeinsam, sowohl äußerlich als auch innerlich. Einiges sieht man. So einen Lüfter hinten am PC, gleich beim Netzkabel. Oder man hört es. Besonders bei älteren Rechnern macht der NetzteilLüfter viel Krach. Oder kommt das von Innen?

--Wie bemerke ich, dass etwas mit der Kühlung nicht stimmt?--

Das ist – leider – nicht so einfach. Oft tritt der Fehler nicht auf. Denn es ist in unseren Breiten kühl genug – vom Sommer 2003 einmal abgesehen. Aber genau hier zeigte sich, dass viele PC´s nicht für (Aussen-) Temperaturen von 30 oder mehr Grad gebaut/ausgelegt worden sind.

Was passiert?

a) Der Rechner läuft wie sonst. Dann kommt es – ein Speicherfehler. Und Abbruch. Der Neustart hilf nicht. Aber Warten hilft. -besonders häufig bei Spielen oder anderen, speicherintensiven Anwendungen.

b) Der Rechner läuft wie sonst. Dann ein ungewöhnliches, noch nie gehörtes Signal: Wie eine Sirene. Doch Win zeigt nichts an. Und der Rechner läuft weiter – noch, bis zu c)

c) Der Rechner läuft wie sonst – und steht plötzlich / stürzt plötzlich ab. Neustart hilft, aber nicht lange. Warten hilft.

Was ist passiert?

Zu a): tritt besonders bei engem PC, verschiedenen Speichermodulen und NoName-Speicher auf. Der Speicher versagt einfach durch Überhitzung. Das ist auch spürbar: die Module sind einfach sehr heiß!

Gern auch bei Laptops.

Zu b): Das Signal kommt vom Board/Bios. Es zeigt eine Überhitzung des Prozessors an. Schnell alle Programme beenden und Speichern – NICHT Herunterfahren! Das würde die Kühlung völlig still legen. Folge bei Nichtbeachten: Intel-Prozessor: Er hält das System an – meist folgt ein kompletter Absturz. AMD: gleiches – oder es kann auch der Prozessor verbrennen!!!

Zu c): wie b), nur hat das Board keinen Sensor oder die Funktion ist abgeschalten (im Bios)

Anderes oder ähnliches kann auftreten – TemperaturProbleme äußeren sich leider sehr unterschiedlich. Ein Hinweis ist immer die lange Arbeitszeit, die ohne Fehler verläuft, und eine hohe Aussentemperatur.

--Was bedeute Kühlung im PC eigendlich?--
Kühlung heißt kühl halten. Im PC entsteht jede Menge Wärme. Fast jedes Bauteil produziert beim Arbeiten Abwärme. Alle Schaltkreise; der Prozessor vornweg; die Einsteckkarten; hier die Grafikkarte vornweg; und alle Laufwerke erzeugen Abwärme. Diese Wärme läßt sich nicht verhindern. Sie muß also abgeführt werden. Dafür ist der Netzteillüfter zuständig. Er saugt Luft aus dem PC-Innenraum an, kühlt mit ihr die Netzteilkomponenten und bläßt diese warme Luft nach draussen.
Anders ausgedrückt, Hitze ab einem bestimmten Maß verringert die Lebensdauer der einzelnen Bauteile im PC. Fällt der Netzteillüfter aus, ist binnen Minuten Feierabend - das Netzteil stellte bestenfalls seine Arbeit ein. Oder es brennt durch. Durch Ausfall des Netzteillüfters sind schon ganze Wohnungen abgebrannt! (Bitte keine Panik! Es kommt sehr, sehr selten vor, zeigt aber, welche Wärme im PC entsteht)

--EIN Lüfter?--

Nein. Der Netzteillüfter ist aber nicht der einzige Lüfter im PC. Es gibt immer zwei davon. Der zweite, nicht minder wichtige, Lüfter sitzt auf dem Prozessor (-kühlkörper, um genau zu sein). Er sorgt dafür, daß die Abwärme des Prozessors abgeführt wird. Und das kann recht viel sein. Bei Taktraten von 1000 oder mehr Megaherz (MHz; oder 1,0 Gigaherz (GHz)) kommt selbst im Leerlauf reichlich Wärme zusammen.
Und ein dritter Lüfter soll genannt werden: Moderne Grafikkarten erzeugen soviel Wärme, daß ein Kühlkörper allein nicht mehr genügt. Ein Lüfter muß nachhelfen - insbesondere deshalb, weil AGP-Grafikkarten mit der Bestückungsseite nach unten eingebaut sind.
Ein vierter Lüfter beginnt gerade seinen Einzug zu halten: Ein Lüfter an den Festplatten (unten, Leiterseite). Festplatten jenseits der 80 GB Größe und einer Drehzahl von mehr als 5400 (Standart) oder 7000 Umdrehungen und mehr erzeugen genügend Wärme, um sich die Finger zu verbrennen. Ohne Kühlung sinkt ihre Lebensdauer rapide!

Zuletzt sein ein zusätzlicher Gehäuselüfter zu erwähnen. Er ist aber nur in Ausnahmefällen vorhanden, kann aber oft nachgerüstet werden.

 

Im Normalfall merkt der Anwender allerdings nichts davon. Windows hilft ihm hier nicht, der PC selbst auch nur begrenzt (Er teilt durch Signaltöne mit, dass etwas zu heiss ist – mehr nicht). Und solange die beiden Hauptlüfter in Netzteil und am Prozesser ihre Arbeit tun, ist ein Eingreifen auch nicht nötig.


Nicht nötig? Dann wäre diese Seite umsonst. Ein Eingreifen mag zwar keine sichtbare Änderung hervorrufen, dem PC hilft es aber immer. Je kühler seine Bautteile arbeiten können, desso länger hält er. Eingriffe in die Hardware sind damit unnötig.

 


 

Wenn ich also schon von diesem Thema rede, hab ich auch allen Grund dazu.
Es gibt zwei Möglichkeiten, etwas gegen übermäßige Wärme im PC zu tun.

 

Da wäre die Hardware-Seite und die Software-Seite.

Kühlung Laptops.

 

Von beiden will ich erzählen, Vorschläge machen und helfen. Aber tun müßt ihr es schon allein. Und auch entscheiden, ob es sich lohnt.

 

 

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copyright by David Teichfloh